Seit dem 01.01.2009 bieten wir unseren Kunden nun unverändert einen unveränderten Strompreis! Dies war nur durch eine intensive Kostenkontrolle und –einsparungen möglich. Viele andere Stromversorger unserer Region haben mittlerweile ihre Preise schon erhöht.
Der Großhandelspreis sowie Vertrieb und Service bestimmen den Strompreis der privaten Haushalte durchschnittlich zu etwa 35 Prozent. Der weitaus größere Teil, nämlich 65 Prozent, sind staatliche Abgaben (ab 2011 ca. 42 %) und Netzentgelte (ca. 23 %), die von einer Bundesbehörde festgelegt und kontrolliert werden.
D.h., rund 41 ct von jedem Euro den Haushaltskunden zahlen müssen, entfallen auf Stromsteuer, Mehrwertsteuer, Konzessionsabgabe und Abgaben nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgestz (KWK-G) und dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) (s. Grafik).
Gerade die gesetzliche Abgabe auf unseren Stromeinkauf nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Auf Grund der weiter überdurchschnittlich angewachsenen Stromproduktion aus Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse wird sich die EEG-Umlage ab dem Jahreswechsel 2011 nochmals erhöhen.
Dennoch ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) grundsätzlich ein Erfolg. Strom aus erneuerbare Energien entlastet jedoch nachhaltig unser Klima, schafft Arbeitsplätze und vermeidet zusätzliche Kosten an anderer Stelle, z.B. Folgekosten aus der Endlagerung von Atommüll oder zum Überschwemmungsschutz. Aus Visionen sind anwendbare Technologien geworden, die nun maßgeblich die CO2-Emisionen vermindern. Auch Stadtwerke investieren sehr stark in diese neue Energien zum Schutz unserer Umwelt (s. Grafik). 16 % der Stromerzeugung kommt inzwischen aus erneuerbaren Ressourcen.
Die gesetzliche Abgabe zur Finanzierung einer klimaschonenden Stromerzeugung beträgt ab dem 01.01.2011 nach dem neuen Umlageverfahren 3,53 ct/kWh und liegt damit um insgesamt 2,26 ct/kWh (netto) über dem Wert von 2009! Dies war so nicht zu erwarten! Bundesweit wird allein die EEG-Umlage die Strompreise für Endverbraucher voraussichtlich mit 13,5 Milliarden Euro belasten (s. Grafik).
Zusätzlich sorgen die von der Bundesbehörde genehmigten Netzentgelte, die für den Ausbau der Stromnetze erforderlich sind und auf den Strompreis umgelegt werden, für eine höhere Kostenbelastung unseres Stromeinkaufs. Diese Entgelte sind von 5,59 ct/kWh (2008) auf ca. 6,1 ct/kWh (2011) gestiegen. Insbesondere die vorgelagerten Netze haben ihre Preise für die Netznutzung in dieser Zeit stetig erhöht.
Im Gegenzug sinken die Belastungen aus dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWK) um ca. 0,20 ct/kWh (netto).
Auch hat sich die Beschaffungssituation am Großhandel bzw. Börsenhandel etwas entspannt (s. Grafik). Da wir jedoch den Strom, den wir ab 2011 an die Kunden liefern, in verschiedenen Teilmengen innerhalb der letzten drei Jahre eingedeckt haben, macht sich der derzeit festgestellte Strompreisrückgang noch nicht voll bemerkbar. Die Preise an den Handelsplätzen lagen im Jahr 2008 im Schnitt um einiges höher. Dennoch minimiert diese Einkaufsstrategie grundsätzlich das Risiko, da kurzfristige Schwankungen an den Börsen ausgeglichen werden.
Alle diese Entwicklungen haben Einfluss auf unseren Strompreis. Von den gestiegenen Belastungen müssen wir zumindest einen Teil an unsere Endkunden weiter geben.
Unsere Strompreise erhöhen sich daher ab dem 01.01.2011 in allen Allgemeinen Tarifen und Sonderverträgen um 2,00 ct/kWh (netto) bzw. 2,38 ct/kWh (brutto) . Die Grundpreise bleiben unverändert.
Beispielrechnung:
Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh bedeutet dies eine Netto-Mehrbelastung von 6,94 € pro Monat.
Sofern Sie Fragen zu dem Thema „EEG“ oder zu Ihrer Stromlieferung haben, rufen Sie uns einfach an. Gern besucht Sie auch unser Energieberater und gibt Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie Ihren Stromverbrauch wirkungsvoll senken können.
Ihre Stadtwerke Kusel
BDEW zur Bekanntgabe der EEG-Umlage 2011:
Mehrbelastungen aus EEG-Umlage steigen 2011 auf 13,5 Milliarden Euro/ Müller:
Erneuerbare Energien schrittweise in den Markt integrieren
Berlin, 15. Oktober 2010 - "Das einerseits erfreulich starke Wachstum erneuerbarer Energien wird andererseits im Jahr 2011 erneut zu höheren Kosten führen. Der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland ist wichtig und richtig, hat allerdings seinen Preis. Das sollte jeder Verbraucher wissen." Das sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der
Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), heute in Berlin nach Bekanntgabe der sogenannten EEG-Umlage für das Jahr 2011 durch
die Übertragungsnetzbetreiber. Über dieses gesetzlich festgelegte und transparente Umlageverfahren über den jeweiligen Stromversorger werden die Kosten zur Förderung
regenerativer Energien auf alle Stromkunden in Deutschland umgelegt. Das Versorgungsunternehmen profitiert von dieser Umlage nicht. Verbraucher werden im Jahr
2011 3,530 Cent für jede Kilowattstunde (kWh) Strom zur Förderung des Ausbaus der Erneuerbaren zahlen. Im Jahr 2010 lag die EEG-Umlage bei 2,047 Cent/kWh. Damit liegt die
Förderung der erneuerbaren Energien erstmalig über der Belastung der Ökosteuer.
Nach BDEW-Angaben ist bereits jetzt absehbar, dass die durch das Erneuerbare-Energien- Gesetz (EEG) geförderten Strommengen im nächsten Jahr weiter steigen werden. Nach
einer BDEW-Schätzung werden sich alle staatlichen Steuern und Abgaben zusammen genommen von rund 16,9 Milliarden (Mrd.) Euro im Jahr 2010 (2009: 14,3 Mrd. Euro) auf 22
Mrd. Euro im Jahr 2011 erhöhen. Allein die Belastungen aus der EEG-Umlage werden für die Kunden dabei von rund 8,2 Mrd. Euro im Jahr 2010 (2009: 5,3 Mrd. Euro) auf voraussichtlich 13,5 Milliarden Euro im Jahr 2011 steigen, so der BDEW. Durch die jetzt veröffentlichte EEGUmlage steigt nach BDEW-Schätzungen der bisherige Kostenbestandteil "EEG-Mehrkosten" für einen Drei-Personen-Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh von monatlich knapp sechs auf 10,30 Euro im Jahr 2011; dabei kommt die Mehrwertsteuer noch hinzu.
"Die Förderung der erneuerbaren Energien mit dem EEG war in den letzten Jahren erfolgreich und richtig. Wir kommen jetzt aber in die Phase, in der wir die erneuerbaren
Energien schrittweise in den Markt integrieren und die Kosten für die Kunden in den Griff bekommen müssen", erklärte Hildegard Müller.
Der Anstieg der Lasten aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat nach BDEWAngaben im Wesentlichen drei Ursachen: Erstens wird für 2011 mit höheren erneuerbaren
Erzeugungsmengen unter anderem wegen des weiter starken Zubaus neuer Photovoltaikanlagen und damit einer höheren Vergütungssumme gerechnet. Zweitens muss
die Differenz zwischen dem an der Börse erzielten Strompreis und der Vergütung an die EEG-Stromerzeuger ausgeglichen werden. Aufgrund des durch die Wirtschaftskrise
gefallenen Strompreises an der Strombörse steigt diese Differenz. Drittens wirkt sich ein deutlicher Nachholeffekt aus dem Jahr 2010 auf die EEG-Umlage 2011 aus, da sich die für
2010 festgesetzte EEG-Umlage als zu niedrig erwiesen hat. So hat sich bei den Ü bertragungsnetzbetreibern bis zum 30. September ein negativer Saldo in Höhe von 1,1
Mrd. Euro angehäuft, der über die EEG-Umlage 2011 zusätzlich zu den Kosten aus 2011 ausgeglichen werden muss.
Die Bildung des Strompreises für Haushaltskunden beruht jedoch auf mehreren Faktoren:
Neben den Kosten für die Beschaffung von Strom (Anteil am Strompreis rund 35 Prozent) haben auch die Netzentgelte (etwa 24 Prozent) und staatliche Belastungen (Umsatzsteuer, Stromsteuer, Konzessionsabgabe und Umlagen (2010: rund 41 Prozent) Einfluss auf die Strompreise für Haushaltskunden. Inwieweit die erhöhte EEG-Umlage im Einzelnen kompensiert werden kann, hängt von der weiteren Entwicklung der anderen Faktoren des Strompreises ab.
Weitere Informationen
Frank Brachvogel
Pressesprecher
Telefon 0 30 / 300 199-1160
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